Gehaltsstudie 2009. Die (Einstiegs-) Gehälter von Hochschulabsolventen und Praktikanten
 

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Karriere im Management - Anforderungen und Jobchancen

Einen Job mit Führungsaufgaben streben viele Menschen an. Nicht immer muss ein Hochschulstudium als Karrieresprungbrett dienen. Es gibt sehr viele berufliche Weiterbildungen und Bildungsmodelle, die eine Karriere im Management ermöglichen.

Qualifikation zur Führungskraft

Ein guter Unternehmer muss vor allem betriebswirtschaftliches Knowhow mitbringen. Damit sein Unternehmen langfristig gut läuft, müssen daher auch die beauftragten Führungskräfte entsprechend geschult sein und sich mit den betriebswirtschaftlichen Themen auskennen, denken wie ein Unternehmer und entscheiden, als ginge es um die eigenen Mittel. Neben diesen fachlichen Voraussetzungen, sind persönliche Eigenschaften wie ein gutes Kommunikationsvermögen, Menschenkenntnis und die Fähigkeit, andere zu Motivieren und zu leiten, gefragt.

Um Betriebswirt zu werden, ist inzwischen nicht mehr unbedingt ein Abitur nötig. Mit dem Berufsbild des Geprüften Betriebswirts/ IHK eröffnet sich auch für qualifizierte kaufmännische oder technische Mitarbeiter die Chance, einen mit einem Master vergleichbaren Abschluss zu erlangen. Die genauen Voraussetzungen werden durch Bildungsträger, die diese Aufstiegsfortbildungen anbieten, geprüft und ggf. mit der prüfenden IHK abgestimmt.

Im Rahmen dieser Qualifizierung werden alle prüfungsrelevanten Themen behandelt. Es gibt diese Weiterbildungsangebote auch in einer Zeitgestaltung, die den berufsbegleitenden Erwerb des Abschlusses ermöglichen.

Die Betriebswirtschaft umfasst weitaus mehr, als die Buchhaltung oder das reine Zahlenmanagement. Das Personalwesen ist ein wesentlicher Bestandteil in der Betriebswirtschaftslehre und hierunter fallen dann auch die Themen Konfliktmanagement, Mitarbeitergespräche führen und Personalentwicklungsplanung. Entsprechend dauert diese Fortbildung auch einige Monate (ca. 15 Monate bis zu 2 Jahren).
Die Kosten für diese Weiterbildung liegen bei knapp 4000 Euro und sind über verschiedene Wege förderbar. Bundeswehrangehörige können beispielsweise den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr beanspruchen, auch Arbeitsagenturen oder Bundesländer fördern mit Bildungsgutschein oder -prämie. Das Aufstiegs Bafög (vielen als Meister Bafög bekannt) kann hier ebenfalls genutzt werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Mehrfachbelastungen bewältigen

Eine Weiterbildung im Erwachsenenalter ist in der Regel schwieriger umzusetzen, als eine Ausbildung oder ein Studium direkt nach der Schulzeit. Um zu einem erfolgreichen Abschluss zu gelangen, ist ein außerordentlich gut durchdachtes Zeit- und Selbstmanagement erforderlich. Außerdem ist es hilfreich, sich mit seinem eigenen Lerntyp zu befassen und sich geeignete Techniken anzueignen, um seine Lerninhalte aufnehmen und verstehen zu können.

Glücklicherweise sind wir in der Digitalisierung sehr vorangeschritten und können uns dies nicht nur für eine gute Unterhaltung, sondern auch für die berufliche Weiterbildung zunutze machen. Auch die Bildungsanbieter sind inzwischen darauf orientiert, ihre Inhalte digitalisiert anzubieten, so dass beispielsweise Arbeitswege (Zugfahrten) oder sogar sportliche Aktivitäten (Joggen, Schwimmen), genutzt werden können, um Podcasts zu hören oder Videos anzuschauen. Dank der wasserdichten Abspielgeräte ist sogar beim Schwimmen das Lernen auf diese Weise möglich.
Im Familien- bzw. Privatleben sollten feste Zeiten eingeplant werden, die fürs Lernen geblockt werden und nur in ganz besonderen Ausnahmefällen anderweitig genutzt werden dürfen. Idealerweise schließen sich mehrere Absolventen der Bildungsmaßnahme zu Lerngruppen zusammen. Das funktioniert inzwischen auch Online sehr gut und hilft, im Austausch zu sein und vor allem auch mal die Sicht anderer auf die Lerninhalte zu erfahren, um diese noch besser verstehen zu können.

Die Tür zum Arbeitsmarkt steht offen

Mit dem Abschluss Betriebswirt eröffnen sich Jobchancen im Management oder auch die Möglichkeit, eigene Unternehmensberatungen zu gründen oder anderweitige Dienstleistungen anzubieten und als Unternehmer sein Produkt erfolgreich an die beste Position am Markt zu pushen.

Unternehmen besetzen Entscheiderposten sehr gerne mit Betriebswirten, weil diese die unternehmerischen Zusammenhänge erkennen und Risiken abschätzen können. Zudem sind sie durch die Aufstiegsfortbildung oder das Studium fit in der Kommunikation mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern oder Kunden.

Selbst wer nicht unbedingt mit einem ausgeprägten kommunikativen Wesen gesegnet ist, kann als Betriebswirt in der Sachbearbeitung Fuß fassen oder Konzepte für die Personalplanung und -entwicklung erstellen, Jobinserate aufsetzen und Lohnabrechnungen vornehmen.

In dem Abschluss ist üblicherweise auch die Befähigung zur Ausbildung integriert, sofern diese nicht ohnehin schon vorlag, weil die Prüfungen für Industriemeister (technische Richtung) oder die Ausbildereignung (kaufmännische Richtung) bereits abgelegt waren, bevor der Kurs zum Betriebswirt/ IHK absolviert wurde. Damit können Betriebswirte bei Bildungsträgern arbeiten und die Kurse geben, die sie kürzlich noch selbst besucht haben. In der Praxis ist dies auch gar nicht so selten. Weil neben den fachlichen Inhalten auch die technische Kompetenz in der EDV vorhanden ist und Dokumentation und Schriftverkehr schon berufsbedingt verinnerlicht wurde. Beides für die Arbeit im Bildungsbereich sehr wichtig und von Vorteil, wenn dies leicht fällt.

Als Handwerker das eigene Unternehmen zu managen, muss kein bürokratischer Alptraum sein. Handwerker brennen meist für die Arbeit, die sie ausüben. Ein Stück Holz zu einem Möbelstück zu verarbeiten, liegt ihnen besser, als ihre Eingangsrechnungen zu verbuchen. Nicht selten müssen Handwerksbetriebe die sehr gute Arbeit abliefern, Insolvenzen anmelden, weil sie auf unbezahlten Rechnungen sitzen oder ihre Preise schlecht kalkulieren. Hier ist betriebswirtschaftliches Wissen überlebensnotwendig. Daher ist die Aufstiegsqualifizierung zum Betriebswirt auch über Handwerkskammern absolvierbar.
Selbst wenn sich die Freude an der Bürokratie in Grenzen hält, ist es wichtig, als Unternehmer den Überblick zu behalten und die Abläufe zu kennen. Nur so kann das unternehmerische Risiko realistisch eingeschätzt und ein Betrieb erfolgreich geführt werden.

Der Betriebswirt ist in jeder Branche gefragt

Betriebswirtschaft ist in jedem noch so kleinen Unternehmen wichtig, wenn das Unternehmen erfolgreich sein, wachsen und das Leben des Inhabers und seines Personals finanziell sichern soll. Ob Nagelstudio oder Foodtruck, die Regeln der Betriebswirtschaft sind überall gleich. Die Fortbildung ist das Rüstzeug zu einer Karriere nach Wunsch und individuellen Bedürfnissen.

Entsprechend kann der eigene Traum von der Surfschule mit einem Betriebswirt in der Tasche, ebenso erfolgreich umgesetzt werden, wie ein Leben als digitaler Nomade, der ortsunabhängig lebt und arbeitet, digitale Produkte wie E-Books oder Onlineseminare erstellt, möglich wird. Dabei können Familie und Arbeit perfekt harmonieren und die größtmögliche persönliche und finanzielle Unabhängigkeit erreicht werden, die sich viele Menschen wünschen.

Wer eher ein planbares Leben mit festen Bürozeiten sucht und unter einem Arbeitsverhältnis in Festanstellung seinem Beruf nachgehen will, weil er die damit verbundene Sicherheit schätzt, hat auch hier alle Chancen. Die Logistikbranche boomt, der Handel braucht gute Betriebswirte, sowohl fürs Onlinegeschäft, wie auch für die stationären Ladengeschäfte in den Innenstädten oder ländlichen Regionen. Es gibt keine Branche, die ohne Betriebswirtschaft überleben kann. Nicht einmal die Kunst, wenn es keine brotlose Kunst sein soll.

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