Streit um Bonuszahlungen für Banker geht in neue Rund.
 

Startseite
Bewerbung beraten Bewerbung coachen
Bewerbung schreiben
Bewerbung überprüfen
Arbeitszeugnis schreiben
Arbeitszeugnis überprüfen Online-Bewerbungsmappen
Englische Bewerbungen
Alle Leistungen & Preise



Startseite

Ein privates Informationsangebot des Berufszentrum ABIS e.K.

 
 
Streit um Bonuszahlungen für Banker geht in neue Rund.
Streit um Bonuszahlungen für Banker geht in neue Rund.
Streit um Bonuszahlungen für Banker geht in neue Rund.

IT-Gehälter im Vergleich: Was Region, Rolle und Branche tatsächlich ausmachen

Gehaltsvergleiche für IT-Berufe kursieren in großer Zahl, und die Spannen darin sind so weit, dass sie kaum weiterhelfen. Zwischen 45.000 und 95.000 Euro für einen Softwareentwickler beschreibt lediglich eine Bandbreite und beantwortet keine einzige Frage. Hilfreicher wird es, wenn man die drei Faktoren auseinandernimmt, die den Unterschied tatsächlich erzeugen. Der Arbeitsort, die konkrete Rolle im Unternehmen und die Branche, in der das Unternehmen sein Geld verdient. Alles Weitere, von der Programmiersprache bis zum Zertifikat, wirkt sich deutlich schwächer aus, als es in Foren dargestellt wird.

Der Arbeitsort schlägt am stärksten durch

Zwischen einer Großstadt im Süden oder Westen und einer ländlichen Region im Osten liegen bei vergleichbarer Position häufig zwanzig bis dreißig Prozent. Das ist teilweise durch Lebenshaltungskosten erklärbar, teilweise durch den lokalen Wettbewerb um dieselben Fachkräfte. Wo mehrere große Arbeitgeber am selben Ort suchen, steigen die Angebote, weil Kandidaten vergleichen können. Remote-Arbeit hat diesen Effekt abgeschwächt, aber nicht aufgehoben, denn viele Unternehmen orientieren das Gehalt weiterhin am Standort des Arbeitsplatzes und nicht am Wohnort. Wer ein Angebot mit Remote-Anteil prüft, sollte deshalb klären, welcher Standort der Vertragsgestaltung zugrunde liegt, denn davon hängen neben dem Gehalt auch Reisekostenregelungen und die Anwesenheitserwartung ab.

Frankfurt als eigener Markt

Kaum ein Standort zeigt das so deutlich wie das Rhein-Main-Gebiet. Die Konzentration von Banken, Versicherungen und Rechenzentren erzeugt eine Nachfrage nach IT-Fachkräften, die sich von anderen Großstädten unterscheidet, weil regulatorische Anforderungen zusätzliche Rollen schaffen. Neben Entwicklern werden vor allem Fachleute für IT-Sicherheit, für Auslagerungsmanagement und für die Umsetzung aufsichtsrechtlicher Vorgaben gesucht. Diese Spezialisierung schlägt sich in den Gehältern nieder, und zwar stärker als der reine Standortzuschlag einer teuren Stadt.

Wer den lokalen Markt einschätzen will, kommt an den ausgeschriebenen Rollen nicht vorbei. Ein Blick auf aktuelle IT Jobs in Frankfurt zeigt, welche Profile gerade gefragt sind und wie sich die Anforderungen zwischen Konzern, Beratung und Mittelstand unterscheiden. Eine auf IT spezialisierte Personalberatung deckt neben Frankfurt weitere deutsche Ballungsräume ab, was Vergleiche zwischen Standorten erleichtert.

Die Rolle zählt mehr als die Technologie

Innerhalb desselben Unternehmens verdienen Menschen mit ähnlichem technischem Hintergrund unterschiedlich viel, je nachdem, welche Verantwortung sie tragen. Wer Systeme betreibt, auf die der Umsatz unmittelbar angewiesen ist, wird anders vergütet als jemand, der interne Werkzeuge pflegt. Ebenso trennt sich die Bezahlung dort, wo Personalverantwortung oder Budgetverantwortung hinzukommt. Die verbreitete Annahme, eine bestimmte Programmiersprache bringe mehr Geld, hält der Prüfung selten stand. Was zählt, ist die Nähe zum Kerngeschäft und die Frage, wie schwer die Stelle nachzubesetzen ist. Ein brauchbarer Prüfstein ist die Frage, wie lange das Unternehmen bräuchte, um die Stelle nachzubesetzen. Liegt die Antwort bei mehreren Monaten, ist der Verhandlungsspielraum größer, als das interne Gehaltsband vermuten lässt.

Branche und Unternehmensgröße

Der dritte Faktor wird am häufigsten übersehen. Dieselbe Tätigkeit wird in der Finanzbranche, im Maschinenbau und im Handel unterschiedlich bezahlt, weil die Wertschöpfung je Beschäftigtem auseinandergeht. Das Statistische Bundesamt weist die Verdienste nach Branchen und Berufen getrennt aus, sodass sich die eigene Einordnung anhand offizieller Werte statt anhand von Foreneinträgen vornehmen lässt.

Bei der Unternehmensgröße gilt eine Faustregel mit Einschränkungen. Größere Betriebe zahlen im Schnitt besser, oft tarifgebunden und mit weiteren Leistungen. Kleinere Unternehmen gleichen das mitunter über Beteiligungen, kürzere Entscheidungswege oder mehr Gestaltungsspielraum aus. Wer allein auf das Grundgehalt schaut, vergleicht deshalb unvollständig. Hinzu kommt die Tarifbindung, die in manchen Branchen für planbare Steigerungen sorgt und in anderen vollständig fehlt.

Berufserfahrung wirkt in Stufen

Das Gehalt steigt in der IT selten gleichmäßig mit den Dienstjahren. Der größte Sprung liegt meist zwischen dem zweiten und vierten Berufsjahr, wenn aus angeleiteter Arbeit eigenverantwortliche wird und der Aufwand für Einarbeitung entfällt. Danach flacht die Kurve deutlich ab, bis ein weiterer Sprung ansteht, sobald Verantwortung für Architekturentscheidungen, für ein Team oder für ein Budget hinzukommt. Wer zwischen diesen Stufen verhandelt, argumentiert schwierig, weil sich an der Rolle nichts geändert hat. Wer eine Stufe erreicht hat und das belegen kann, verhandelt aus einer anderen Position.

Wechseln oder bleiben

Der externe Wechsel bringt statistisch den größeren Sprung, weil ein neues Unternehmen den Marktpreis zahlt, während interne Erhöhungen sich an bestehenden Gehaltsbändern orientieren. Das ist allerdings keine Empfehlung zum Dauerwechsel. Häufige Stationen von jeweils unter zwei Jahren werfen im Bewerbungsgespräch Fragen auf, und der Einarbeitungsaufwand geht zulasten der eigenen fachlichen Tiefe. Sinnvoller ist, den internen Weg zunächst ernsthaft zu gehen, mit einem konkreten Anlass und einem konkreten Betrag, und den Markt erst dann zu prüfen, wenn über zwei Zyklen nichts passiert.

Was Stellenanzeigen offenlassen

Angegebene Gehaltsspannen sind selten falsch, aber fast immer unvollständig. Vor einem Vergleich lohnt es, folgende Punkte zu klären:

  • Ob die Spanne das Jahresbrutto ohne oder mit variablem Anteil beschreibt
  • Ob dreizehntes Monatsgehalt und Urlaubsgeld enthalten sind
  • Wie die Wochenarbeitszeit angesetzt ist, denn 35 und 40 Stunden ergeben bei gleichem Jahresgehalt einen Unterschied von rund vierzehn Prozent
  • Welche Regelung für Überstunden gilt und ob sie abgegolten sind
  • Ob betriebliche Altersvorsorge über den gesetzlichen Zuschuss hinausgeht
  • Wie Rufbereitschaft und Wochenenddienste vergütet werden

Weiterbildung wirkt zeitversetzt

Zertifikate und Aufstiegsfortbildungen zahlen sich aus, allerdings selten sofort. Sie verändern zunächst die Menge der Stellen, für die man überhaupt in Betracht kommt, und erst darüber das Gehalt. Eine Übersicht dazu, wie sich Karrierechancen durch Weiterbildung verbessern lassen, ordnet die gängigen Wege samt Fördermöglichkeiten ein.

In der IT kommt hinzu, dass Herstellerzertifikate schneller altern als formale Abschlüsse. Eine Cloud-Zertifizierung, die vor fünf Jahren ein Alleinstellungsmerkmal war, gehört heute zum Standard. Wer daraus Gehalt ableiten will, muss sie regelmäßig erneuern.

Mit Zahlen statt mit Gefühl verhandeln

In das Gespräch gehört eine begründete Zahl, keine Spanne. Sinnvoll ist, den eigenen Marktwert aus drei Quellen zu bilden, nämlich amtlichen Verdienstdaten für die Branche, aktuellen Ausschreibungen für die Rolle in der Region und dem, was Berufskollegen mit vergleichbarem Zuschnitt berichten.

Vor der Verhandlung lohnt eine nüchterne Bestandsaufnahme der eigenen Qualifikationen, weil sich daraus ergibt, welche Argumente tatsächlich tragen und wo Lücken bestehen, die zunächst zu schließen sind.

Bildquelle: https://pixabay.com

 

Infotipp: Informationen zum Thema Nebenberufliche Selbständigkeit finden Sie in diesen Büchern:


Gruendungszuschuss und Einstiegsgeld

von Andreas Lutz

Ab 1. August 2006 gibt es eine neue Gründerförderung. Der Gründungszuschuss ersetzt Ich-AG und Überbrückungsgeld und wird damit zum wichtigsten Förderinstrument für Existenzgründer in Deutschland. Dr. Andreas Lutz bietet in seinem Nachfolgerwerk von ICH-AG und Überbrückungsgeld einen umfassenden und praxisorientierten Einblick in das Förderungsinstrument.

Broschiert: 216 Seiten

Preis: € 14,90 Berufszentrum-Rating: Sehr gut!

Hier kaufen

   

Die neue Förderung der Arbeitsagentur - Gründungszuschuss

von Hans Kloth, Martin Holthaus, Gerhard Zillmann

Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig machen will, kann und sollte die Förderung der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen. Dafür gibt es zahlreiche Änderungen und neue Vorschriften. Sich selbständig machen ist nicht einfach, viele Dinge wie zum Beispiel die Form des Unternehmens, steuerrechtliche Aspekte, der Geschäfts- oder Businessplan, Haftungs- und nicht zuletzt Markt- und Kalkulationsfragen müssen im Vorfeld geklärt werden. Dieser verständlich geschriebener Ratgeber versteht sich als Bedienungsanleitung, die durch alle wesentlichen Fragestellungen führt. Die Autoren sind ausgewiesene Experten für Existenzgründungs-angelegenheiten. Die -Gebrauchsanweisung- enthält auch eine Vorlage zur Erstellung des erforderlichen Geschäftsplans sowie die richtige Strategie, eine überzeugende Wirkung zu erzielen. Als Form des Werkes ist bewusst der Stil einer Bedienungsanleitung gewählt worden. Nur wer die Bedienungsanleitung richtig anwendet, wird mit der neuen Errungenschaft Freude haben.

Broschiert: 200 Seiten

Preis: € 29,99

Hier kaufen

   

Businessplan. Für Gründungszuschuss-, Einstiegsgeld- und andere Existenzgründer

von Andreas Lutz

Der Businessplan, zentraler Bestandteil im Rahmen jeder Gründungsfinanzierung, ist jetzt auch für Ich-AG-Gründer Pflicht. Höchste Zeit für einen praxisnahen Ratgeber - und wer wäre ein besserer Autor als Andreas Lutz, der Experte für Ich-AG und Überbrückungsgeld?
Schritt für Schritt zeigt Lutz in seinem Buch, welche Punkte ein Geschäftsplan unbedingt enthalten muss und wie Gründer ihren Businessplan wirksam auf die Probe stellen und damit ihre Erfolgschancen massiv steigern. Mit zahlreichen Beispielen aus der Gründer-Realität, mit konkreten Eckwerten und Faustregeln für Kosten- und Umsatzplanung macht Andreas Lutz Mut und führt auf direktem Weg zu einem realistischen Businessplan

Broschiert: 224 Seiten

Preis: € 14,90

Hier kaufen

   
Weitere Informationen:
Weitere Bücher zum Thema
Diesen Artikel im Diskussionsforum diskutieren
Weitere Artikel im Artikelarchiv
© Berufszentrum ABIS



[  AGB  ][  DATENSCHUTZ  ][  REFERENZEN  ][  IMPRESSUM  ][  KONTAKT  ][  PARTNER  ]
[  SITEMAP  ][  FAQ  ][  MEDIA & WERBUNG  ][  STELLENANGEBOTE  ]
[  VERTRAG WIDERRUFEN  ]

© 1998-2026 Berufszentrum. Alle Rechte reserviert.