In vielen Produktionshallen verändert sich
die Arbeit schneller, als es von außen sichtbar
ist. Schon längst übernehmen Maschinen
nicht mehr nur gleichförmige Bewegungen, sondern
führen auch präzise Bearbeitungsschritte
aus.
enschliche
Aufgaben sind dadurch nicht einfach verschwunden,
aber sie haben sich verlagert. Um einen modernen
Fertigungsprozess betreuen zu können, müssen
die Verantwortlichen die Technik verstehen, Abweichungen
erkennen und verschiedene Arbeitsschritte sinnvoll
aufeinander abstimmen können.
Mehr
als nur Greifen und Heben
Moderne Industrieroboter haben heutzutage vielfältige
Fähigkeiten. So kann zum Beispiel ein Roboterarm
je nach Ausstattung fräsen, bohren, schleifen
oder Material schichtweise auftragen. Manche Anlagen
sind sogar in der Lage, zwischen mehreren Werkzeugen
zu wechseln und unterschiedliche Verfahren in einem
einzelnen Arbeitsgang zu verbinden. Die menschliche
Fachkraft ist dafür zuständig, den Ablauf
vorzubereiten, die Bearbeitung zu überwachen
und schnell und korrekt auf Störungen zu reagieren.
Technisches
Verständnis verbindet mehrere Bereiche
Die Arbeit mit einem Roboterarm verlangt Kenntnisse
aus Mechanik, Elektronik und Steuerungstechnik.
Wenn es zu ungenauen Bewegungen kommt, können
diese unter anderem durch ein verschlissenes Bauteil,
einen fehlerhaften Sensor oder eine falsche Programmeinstellung
bedingt sein. Es ist daher wichtig, dass die verantwortlichen
Personen in der Lage sind, Zusammenhänge zu
erkennen. Dabei sind sowohl räumliches Vorstellungsvermögen
als auch die Fähigkeit, technische Zeichnungen
zu lesen, gefragt. Kenntnis über die Werkstoffe
spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, denn Holz,
Aluminium oder faserverstärkte Kunststoffe
reagieren bei der Bearbeitung ganz unterschiedlich.
Programmierung
beginnt vor dem ersten Befehl
Ein Roboterarm kann nur dann zuverlässig arbeiten,
wenn der geplante Ablauf auch zum Werkstück
passt. Zuerst müssen daher der Bearbeitungsweg,
die Geschwindigkeit, das Werkzeug und die gewünschte
Genauigkeit feststehen. Programme entstehen häufig
aus digitalen Konstruktionsdaten, die über
CAD- und CAM-Systeme vorbereitet werden. Anschließend
werden diese Angaben dann in konkrete Bewegungen
übertragen. Aus diesem Grund sind CNC-Erfahrungen
häufig sehr hilfreich, wobei reines Programmwissen
jedoch nicht genügt. Auch Spannungstechnik,
das Materialverhalten und die Werkzeugbelastung
müssen berücksichtigt werden.
Wichtige
Fähigkeiten im Arbeitsalltag
Neben technischem Wissen zählen einige praktische
Aspekte besonders häufig:
Sicherheit
verlangt klare Abläufe
Nicht jeder Roboterarm darf ohne Schutzabstand neben
Menschen arbeiten. Daher wird der Arbeitsbereich
in vielen Anlagen durch Zäune, Sensoren, Zugangskontrollen
und Not-Halt-Systeme gesichert. Das Einrichten und
Warten solcher Bereiche muss eindeutig geregelt
sein. Wer an der Anlage arbeitet, braucht eine umfangreiche
Einweisung und Schulung, denn kleine Unsicherheiten
können hier große Folgen haben.
Ausbildung
und Weiterbildung öffnen mehrere Wege
Der Einstieg in das Arbeiten mit dem Roboterarm
und dessen Entwicklung gelingt über unterschiedliche
technische Berufe. Dabei ist nicht immer ein Studium
erforderlich. Auch eine passende Ausbildung, praktische
Erfahrung und zugehörige betriebliche Schulungen
können in vielen Unternehmen schrittweise an
die Anlage heranführen. Unter anderem sind
Mechatroniker,
Elektroniker für Automatisierungstechnik und
Zerspanungsmechaniker gefragt, die jeweils andere
Grundlagen mitbringen. Wer bereits Erfahrung mit
CNC-Maschinen besitzt, kann sich häufig gezielt
in Robotik, CAM-Software oder Prozesssteuerung weiterbilden
und so sein berufliches Profil sinnvoll erweitern.
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